S eit 2014 ist der Umbau und die Restauration von Oldtimerradios, alten TV's und Hifi- Anlagen und sogar der Neubau von Retrogeräten ein fester Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit.

Wir bauen in alte Autoradios neue DAB Empfänger ein, ohne dabei eine äussere Veränderung vornehmen zu müssen. Oder stellen Sie sich ein alter 50's TV mit neuem LED Display und modernster Hifi-anlage vor. Selbstverständlich eingebunden in Ihr Hausautomationssystem. Dies und viel mehr realisieren wir nach Kundenwunsch, abgestimmt mit Ihren persönlichen Bedürfnissen.


ALTES GEHÄUSE, NEUE TECHNIK.


Bericht aus der Auto Illustrierte 09/2017 von Stefan Fritschi

Bald wird in der Schweiz das analoge UKW abgeschaltet und ganz durch digitales DAB+ ersetzt. Bleibt das Radio im Oldtimer dann stumm?

Auch wenn der Motor des Oldtimer einen noch so schönen Klang hat, möchte man auf den Lieblingssender, die Nachrichten oder wichtige Verkehrsdurchsagen nicht verzichten. Aber 2024 wird das analoge Ultrakurzwellen-Signal (UKW) in der Schweiz endgültig abgeschaltet. Dann gibt es nur noch Digital Audio Broadcasting (DAB+). Was tun, wenn man kein DAB-fähiges Radio hat? Die beiden Spezialisten Hans Gfeller (www.gfellerhuber.ch) und Luigi Brenca (www.brenca.ch) wissen auf alle Fälle Rat.

Nichts geht über Originaloptik


Die eleganteste Lösung ist das "Aushöhlen" des Originalradios. Das bedeutet, dass die Optik nach aussen unverändert bleibt, die Technik aber mit DAB+, USB, AUX-Anschluss, Bluetooth-Audio-Streaming und Freisprechanlage zum Telefonieren aufgerüstet wird. Das kostet in etwa 1200 bis 1500 Franken. Ist das Auto mit einer 6-Volt-Anlage ausgerüstet oder dient der Plus- anstatt der Minuspol als Massekontakt, muss man mit zusätzlichen Umrüstkosten rechnen. Ach der Aufwand für den Ein- und Ausbau wird am jeweiligen Objekt berechnet. Günstiger ist es, wenn ein Gerät bereits über einen AUX-in-Anschluss verfügt. Dann lässt sich für 200 bis 300 Franken ein DAB-Empfänger anschliessen. Die Bedienung erfolgt über die existierenden Regler. Hier entstehen je nach Modell auch unterschiedliche Einbaukosten. Der Einbau eines modernen Radios im existierenden DIN-Schacht wäre theoretisch möglich, für den Oldtimerliebhaber ist das aber ein Sakrileg. Eine solche Lösung soll gar nicht erst in Spiel gebracht werden ...

Serienantenne geht oft nicht


Ein wichtiger Punkt ist die Antenne. Der DAB-Empfang braucht eine andere Antenne als UKW. Es gibt Nachrüstlösungen, die sichtbar auf die Frontscheibe geklebt werden. Das ist nicht nur hässlich, sondern könnte auch Probleme bei der Oldtimerzulassung bereiten. Besser ist der Umbau der Originalantenne oder der Ersatz durch eine optisch passende, FM- und DAB-fähige Kombiantenne. Idealerweise werden auch die Originallautsprecher weiterverwendet. Um das Optimum herauszuholen, hilft der Experte natürlich auch hier weiter. Überhaupt sollte der Umbau nicht selber, sondern vom erfahrenen und auch alle Eventualitäten vorbereiteten Fachmann vorgenommen werden. Basteleien an der Elektrik können böse ins Auge gehen. Der Fachbetrieb gibt für seine Arbeit ausserdem noch Garantie.


Auto gar nicht antasten


Wer seinen Oldtimer gar nich erst anfassen und die antike Originaltechnik der Nachwelt erhalten möchte, nutzt ein portables, DAB-fähiges Radio, welches an sicherer Stelle irgendwo im Auto untergebracht und von Oldie zu Oldie mitgenommen werden kann. Es gibt solche Geräte mit neuster Technik in alter Optik oder man muss ein alter Gerät - wie beschrieben - umbauen. Allerdings kann es bei geschlossenen Autos zu Empfangstörungen kommen, da die Karosserie wie ein faradayscher Käfig wirkt. Eine weitere Möglichkeit ist natürlich die Nutzung eines Smartphones mit entsprechender App. Auf Spartensendern wie www.vintageradio.ch läuft ausschliesslich Musil von früher. Auch wenn nicht das bordeigene Radio spielt, ist die Illusion doch nahezu perfekt. Obendrein ist das die günstigste Lösung.